Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was passiert, wenn ich mit mehreren geringfügigen Beschäftigungen die monatliche Geringfügigkeitsgrenze überschreite?

In diesem Fall erfolgt im Nachhinein (Folgejahr) eine Beitragsvorschreibung für die betreffenden Monate durch die ÖGK (vormals Gebietskrankenkasse).

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Wie beeinflusst der Bezug von Studienbeihilfe die Einzahlung der Studiengebühren?

Bezieher_innen einer Studienbeihilfe die an einer Universität studieren bekommen grundsätzlich keinen Studienzuschuss zugesprochen. Allerdings kann ein Erlass der Studiengebühr an der jeweiligen Universität erreicht werden, wenn im aktuellen oder im unmittelbar vorangegangenen Semester Studienbeihilfe bezogen wird oder wurde.

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Welche Möglichkeiten der Versicherung habe ich, wenn mein Einkommen als Dienstnehmer*in über der Geringfügigkeitsgrenze liegt?

Hier kommt nur die Pflichtversicherung nach dem ASVG in Frage. Anmeldung und Beitragszahlung erfolgen in der Regel durch den/die Arbeitgeber_in.

Liegt das monatliche Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze, stammt jedoch zumindest ein Teil davon aus geringfügiger Beschäftigung, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Nachforderung durch die ÖGK (vormals Gebietskrankenkasse) im Folgejahr.

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Wieviel darf ich neben dem Bezug von Studienbeihilfe verdienen?

Neben dem Bezug von Studienbeihilfe darfst du seit 1.1.2020 pro Jahr bis zu 15.000 € verdienen, wenn du für sämtliche 12 Monate des jeweiligen Jahres die Beihilfe beziehst.

Bekommst du die Studienbeihilfe nur für einige Monate des Jahres, gilt für diesen Zeitraum eine aliquote Einkommensgrenze von 1.250 € pro Monat. Beziehst du z.B. innerhalb eines Jahres nur von September bis Dezember eine Studienbeihilfe, beträgt die Einkommensgrenze von 1.9. bis 31.12. somit 5.000 €. Dein vor diesem Zeitraum erzieltes Einkommen wird nicht berücksichtigt.

Überschreitest du die für dich geltende Einkommensgrenze, so wird die Studienbeihilfe nachträglich um jenen Betrag gekürzt, um den dein Einkommen den Grenzwert übersteigt.

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Welche Versicherungsmöglichkeiten habe ich bei geringfügiger Beschäftigung?

  • Mitversicherung bei den Eltern: Ist bis zum 27. Geburtstag möglich und kostenlos.
     
  • Mitversicherung bei dem/der Ehe-/eingetragenen/Lebenspartner_in: Für den monatlichen Beitrag gelten 3,4% der Beitragsgrundlage (bei Selbständigen 3,4% des Gewinns, ansonsten des Bruttolohns des/der Versicherten) der Partner_in. Beitragsfreiheit wird bei Kindererziehung oder der Pflege einer erheblich behinderten Person gewährt.
     
  • Ermäßigte Selbstversicherung für Studierende: Der Abschluss ist bei der ÖGK (vormals Gebietskrankenkasse) möglich. Der monatliche Beitrag beträgt 64,78 € (2022).
     
  • Freiwillige Sozialversicherung bei Geringfügiger Beschäftigung: Enthält neben der Krankenversicherung zusätzlich die Pensionsversicherung und ist ebenfalls bei der ÖGK (vormals Gebietskrankenkasse) abzuschließen. Sie kostet derzeit 68,59 € pro Monat (2022).
     
  • Selbstversicherung: Ist ebenfalls bei der ÖGK (vormals Gebietskrankenkasse) abzuschließen und kostet monatlich 464,42 € (2022). Dieser Beitrag kann auf Antrag auf bis zu 116,11 € pro Monat (2022) herabgesetzt werden.
     

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Wann ist ein Studienwechsel kein Studienwechsel?

  • Studienwechsel, bei denen die gesamten Vorstudienzeiten in die neue Studienrichtung eingerechnet werden können
  • Studienwechsel, die durch ein unabwendbares Ereignis ohne Verschulden der/des Studierenden zwingend herbeigeführt werden

Wird das Studium zu spät gewechselt, besteht die Möglichkeit, nach einer Sperrfrist erneut Familien- und/oder Studienbeihilfe zu beziehen. Du musst dafür in dem nunmehr gewählten Studium so viele Semester zurücklegen, wie du in dem zuvor betriebenen Studium/den zuvor betriebenen Studien insgesamt bereits absolviert hast. Können aus deinem Vorstudium/deinen Vorstudien Prüfungen angerechnet werden, verkürzt sich dadurch die Sperrfrist.

Das Sommersemester 2020 wird bei einem Studienwechsel nicht mitgezählt. Das gilt sowohl für für die Familien- wie auch für die Studienbeihilfe.

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Wo liegt für mich die Einkommensgrenze bei geringfügiger Beschäftigung?

Im Kalenderjahr 2022 beträgt die monatliche Geringfügigkeitsgrenze 485,85 €. Sie gilt für unselbständige Tätigkeiten und für freie Dienstverträge.

Die tägliche Geringfügigkeitsgrenze kommt seit dem Jahr 2017 nicht mehr zur Anwendung.

Für Einkünfte aus Werkverträgen gilt eine Jahresgrenze von 5.830,20 € (2022).

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Welchen Studienerfolg benötige ich für die Studienbeihilfe?

Nach den ersten beiden Semestern musst du selbständig, also ohne Aufforderung durch die Stipendienstelle, einen günstigen Studienerfolg im Ausmaß von positiv beurteilten 14 Semesterwochenstunden oder 30 ECTS-Punkten nachweisen.

Wird der Leistungsnachweis nicht innerhalb der dafür vorgesehenen Frist (innerhalb der Antragsfrist für das dritte Semester, bis 15. Dezember in einem Wintersemester und bis 15. Mai in einem Sommersemester) erbracht, so musst du wenigstens den Mindeststudienerfolg (7 Semesterwochenstunden oder 15 ECTS-Punkte) rechtzeitig nachweisen, um eine Rückzahlung der bis dahin bezogenen Studienbeihilfe auszuschließen.
Wird das Studium nach dem ersten Semester unter- oder abgebrochen, so sind Zeugnisse über mindestens 4 Semesterwochenstunden oder 7 ECTS-Punkte der zuständigen Stipendienstelle vorzulegen, um eine Rückforderung des gesamten bezogenen Betrags zu vermeiden. Das gilt jedoch nicht für einen Studienerfolg, der im Sommersemester 2020 zu erbringen wäre.

Brichst du das Studium, für das du bereits Studienbeihilfe bezogen hast, nach dem zweiten Semester ab, musst du wenigstens den Mindeststudienerfolg nachweisen, da dir anderenfalls ebenfalls eine Rückforderung droht.
Wird das Studium nach dem ersten Semester gewechselt, so musst du nach dem insgesamt zweiten Semester den günstigen Studienerfolg entweder je zur Hälfte aus beiden Studienrichtungen oder voll aus einer der beiden erbringen. Es ist auch möglich, nach dem ersten Semester, also noch vor dem Wechsel, den vollen Leistungsnachweis vorzulegen. Du hast dann zwei weitere Semester Zeit, den günstigen Studienerfolg aus der neuen Studienrichtung nachzuweisen.

Für ein Masterstudium beträgt der günstige Studierfolg nach dem zweiten Semester 20 ECTS-Punkte oder 10 Semesterwochenstunden, für ein Doktoratsstudium werden nach den ersten zwei Semestern 12 ECTS-Punkte oder 6 Semesterwochenstunden verlangt. Zur Vermeidung einer Rückforderung ist jeweils zumindest die Hälfte davon rechtzeitig der Stipendienstelle vorzulegen.

Kannst du den günstigen Studienerfolg rechtzeitig nachweisen, so sicherst du dir damit den Anspruch für die folgenden Semester. In Bachelor- und bis auf Weiteres auch in Masterstudien ist der nächste Erfolgsnachweis nach dem 6.Semester im Ausmaß von 42 Semesterwochenstrunden oder 90 ECTS-Punkten vorgesehen. In Studien, die in Studienabschnitte geliedert sind, endet der Anspruch für den ersten Abschnitt nach der Mindeststudiendauer zuzüglich eines Toleranzsemesters. Als Leistungsnachweis gilt der erfolgreiche Abschluss des Studienabschnitts.

Ab dem Wintersemester 2024 wird für Bachelor- und Masterstudien ein zusätzlicher Leistungsnachweis nach dem 8. Semester im Ausmaß von 120 ECTS-Punkten eingeführt.

Das Sommersemester 2020 wird in Zusammenhang mit dem Studienerfolg nicht mitgezählt. Das gilt sowohl für für die Familien- wie auch für die Studienbeihilfe.

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Wie wird die Höhe der Studienbeihilfe errechnet?

Die Höchststudienbeihilfe für Studierende unter 24, die am Wohnort der Eltern oder in dessen Nähe studieren, beträgt 335 € pro Monat bzw. 4.020 € pro Jahr.

Für auswärtige Studierende, Vollwaisen, Studierende über 24, Studierende mit Kind(ern) und verheiratete Studierende beträgt der Grundbetrag 585 € pro Monat bzw. 7.020 € pro Jahr. Für Studierende über 24 Jahre wird dieser Betrag monatlich um 240 €, für Studierende über 27 Jahre zusätzlich um monatlich 30 € erhöht. Studierende mit Kind erhalten weitere 120 € pro Monat und Kind. Für Studierende mit Behinderung sind je nach Art der Behinderung weitere Zuschläge möglich.

Das Selbsterhalter_innenstipendium beträgt für Studierende unter 27 maximal 891 € pro Monat (10.692 € pro Jahr) und für Studierende über 27 monatlich 923 € (11.076 € pro Jahr). Zusätzlich können noch die Erhöhungsbeträge für Studierende mit Kind und für behinderte Studierende beansprucht werden.

Von der jährlichen Höchststudienbeihilfe werden schließlich abgezogen:

  • die zumutbare Unterhaltsleistung der Eltern (richtet sich nach deren Einkommen, gilt nicht bei Selbsterhalter_innen)
  • die zumutbare Unterhaltsleistung der Ehepartnerin/des Ehepartners oder der/des eingetragenen Partnerin/Partners
  • andere Ausbildungsförderungen auf die ein Rechtsanspruch besteht (z.B. Bafög)

Der so ermittelte Jahresbetrag wird um 8% erhöht und dann durch zwölf dividiert. Beträgt die monatliche Studienbeihilfe zumindest € 5,--, so gelangt sie zur Auszahlung. Studienbeihilfen unter diesem Betrag werden nicht angewiesen.

Dein eigenes Einkommen wird - sofern es die Einkommensgrenze übersteigt - erst nach Ende des Jahres rückwirkend berücksichtigt.

Ein genaues Berechnungsprogramm findest du hier:
Zum Online-Stipendienrechner der AK

Welche weiteren Voraussetzungen müssen erfüllt sein um Studienbeihilfe beziehen zu können?

  1. Du musst für ein ordentliches Studium zugelassen sein bzw. dieses fortsetzen. Eine Ausnahme für außerordentliche Studierende gilt nur mit Bescheid zur Zulassung zur Studienberechtigungsprüfung.
     
  2. Das Studium, für das Studienbeihilfe beantragt wird, muss vor Vollendung des 33. Lebensjahres begonnen worden sein. Eine Erhöhung dieser Altersgrenze auf maximal 38 Jahre ist unter bestimmten Umständen für Selbsterhalter_innen, für behinderte Studierende und für Studierende mit Kind vorgesehen. Auch für den Beginn eines Masterstudiums gilt in den meisten Fällen ein Studienbeginn vor dem 38. Geburtstag als rechtzeitig.
     
  3. Du darfst noch kein Studium abgeschlossen haben. Ausnahmen bestehen für für ein Masterstudium, das an ein Bachelorstudium angehängt wird und für ein Doktoratsstudium im Anschluss an ein Diplom-, Magister- oder Masterstudium.
     
  4. Eine weitere Voraussetzung ist die soziale Bedürftigkeit. Maßgeblich dafür sind das Einkommen deiner Eltern (Ausnahme: wird beim Selbsterhalter_innenstipendium nicht berücksichtigt), dein eigenes Einkommen und gegebenenfalls das Einkommen deine_r Ehepartner_in oder deine_r eingetragenen Partner_in.
     
  5. Wichtig ist auch, dass du einen günstigen Studienerfolg nachweisen kannst. Speziell nach dem ersten Studienjahr droht  unter Umständen sogar die Rückzahlung der bis dahin bezogenen Studienbeihilfe. In einer späteren Studienphase wird bei Fehlen des Erfolgs lediglich die weitere Auszahlung der Beihilfe gestoppt.
     
  6. Du musst die Anspruchsdauer einhalten, die grundsätzlich die Mindeststudiendauer zuzüglich eines Toleranzsemesters umfasst. Für Diplomstudien die in Studienabschnitte gegliedert sind, ist pro Studienabschnitt ein Toleranzsemester vorgesehen. Mit Hilfe bestimmter Gründen kann eine Verlängerung der Anspruchsdauer beantragt werden. Für Kandidat_innen zur Studienberechtigungsprüfung beträgt die Anspruchsdauer maximal zwei Semester (abhängig von der Anzahl der vorgeschriebenen Einzelprüfungen).
     
  7. Hinsichtlich eines Studienwechsels ist zu beachten, dass du dein Studium höchstens zweimal wechseln darfst, und dass jeder Wechsel spätestens nach dem zweiten Semester des bisherigen Studiums erfolgen muss.
     
  8. Um für ein nachfolgendes Studium oder einen nachfolgenden Studienabschnitt Anspruch auf Studienbeihilfe zu haben, darf die jeweils vorgesehene Maximalstudiendauer nicht überschritten werden.