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Feministische Kämpfe zusammenführen

28.-31. März 2019 // Universität Wien, Hauptgebäude, Universitätsring 1, Tiefparterre (ebenerdig)

 

Jeden Tag drängt sich die Notwendigkeit, gegen Sexismus und für Feminismus einzutreten, noch schreiender auf als am Tag zuvor. Ein Blick auf Österreich im Jahr 2019 reicht aus: Bereits in den ersten Monaten gab es eine Vielzahl an Frauenmorden, während gleichzeitig die staatliche Finanzierung von feministischen Organisationen gekürzt wurde und wird. Der antifeministische Backslash scheint mittlerweile Teil des Regierungsprogramms zu sein. Frauen werden verurteilt, weil sie sexistischen Hate Speech öffentlich anprangern, Gewalt gegen Frauen in der Familie wird medial als "Familientragödie" und sexuelle Übergriffe werden als "Sex-Attacken" verharmlost, während Männerrechtler jammern, die eigentlichen Opfer des “Gender-Wahns” zu sein. Antifeministische Positionen sind erneut im Mainstream angekommen und frauen*politische Errungenschaften der letzten Jahrzehnte werden in Frage gestellt.

Doch wir geben uns nicht zufrieden! Nicht mit dem Status Quo, nicht mit den stattfindenden gesellschaftlichen Entwicklungen! Wir wollen in diesem Kongress die vielfältigen feministischen Kämpfe zusammenführen, progressive und emanzipatorische Zugänge diskutieren und in die Öffentlichkeit bringen.

Inhaltlich wird der Kongress eine Vielzahl an feministischen Bereichen umfassen, während uns bewusst ist, dass wir niemals alle wichtigen Kämpfe in ihrer Gesamtheit abdecken können.

// DONNERSTAG, 28.03.19

14:00 - 16:00 Treffpunkt: Kinderspitalgasse 15
Stadtspaziergang Frauen*Körper / Frauen*Macht - Weibliche Medizingeschichte am Alsergrund

Wer waren die Pionierinnen der Medizin? Wer waren die ersten Ärztinnen? Warum ist der weibliche Körper Austragungsort von Machtpolitiken? Und wie hat sich Gebären im Lauf der Jahrhunderte verändert? Ein kritischer und ermutigender Spaziergang auf den Spuren der Medizingeschichte!

Route: Alserstraße 26 - Mariannengasse 18 - Lazarettgasse 8/1B

Petra Unger MA., ist Kunstvermittlerin und akademische Referentin für feministische Bildung und Politik.

// ERÖFFNUNG BIG Hörsaal
17:30

  • Begrüßung durch die ÖH Uni Wien
  • Eröffnungsrede Anne Wizorek (Initiatorin von #aufschrei, Autorin und Aktivistin)

18:30

Sexismus richtet sich online besonders stark gegen Frauen. Von Alltagssexismus bis hin zu Gewaltdrohungen, äußert sich Antifeminismus im Web oft ganz unverhohlen. Hier stoßen jene, die sich dagegen wehren, auch an die juristischen Grenzen. Der Staat verfügt über keine ausreichenden Instrumente, mit denen Sexismus im Netz angemessen entgegen getreten werden kann. Aber online-Bewegungen wie #aufschrei, #meToo, oder #imZugpassiert zeigen auch, welche Möglichkeiten das Internet dem Fem-Aktivismus bietet.

  • Sigi Maurer (ehe. grüne NR-Abgeordnete und Kämpferin gegen Sexismus im Netz)
  • Caroline Kerschbaum (Leiterin der ZARA Beratungsstelle gegen Hass im Netz)
  • Anne Wizorek (Initiatorin von #aufschrei, Autorin und Aktivistin)
  • Maria Sagmeister (Juristin und Rechtsphilosophin)
  • Moderation: Tanja Malle (Ö1 Journalistin und Feministin)

Im Anschluss: Vernetzung mit Brot und Wein
 

// FREITAG, 29.03.19

11:00 - 13:00 Seminarraum 7
Workshop Stichwort Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung: „Unsere Geschichte!“ Feministischer Archivworkshop

Im Workshop gehen wir auf Spurensuche nach unserer feministischen Geschichte. Anhand von Flugblättern und Plakaten, Aussendungen, Infoblättern und anderen Dokumenten sehen wir Beispiele für frauen- und lesbenpolitische Aktionen, Agitationen und Politiken von den 1970ern bis heute. Die Teilnehmer_innen bekommen Einblick in die Bestände und die Arbeit von STICHWORT. Es wird gezeigt, was uns die unterschiedlichen Quellen zur Neuen Frauenbewegung erzählen und was wir heute damit anfangen können. Dazu gibt es die Möglichkeit, selbst in die Arbeit mit Quellen hineinzuschnuppern und diese zu diskutieren. Keine archivbezogenen Vorkenntnisse erforderlich. Begrenzte Teilnehmer*innenzahl: max. 15

Margit Hauser und Andrea Zaremba sind Mitarbeiterinnen von STICHWORT. Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung. Bibliothek Dokumentation Multimedia, Wien. STICHWORT (gegr. 1983) führt seit einigen Jahren die Archivworkshop-Reihe „Unser Papier spricht zu Dir“ mit unterschiedlichen Inhalten und in unterschiedlichen Formaten durch.

11:00 - 13:00 Hörsaal 1
Workshop Feminismus und Medien

Was macht ein Medium "feministisch"? Wie erkenne ich sexistische Muster im Mainstream? Wie mache ich alles besser? Diese Fragen werden in diesem Workshop erarbeitet. Mit vielen Praxisbeispielen und interaktiv – mitmachen und Fragen stellen erwünscht!

Jaqueline Gam ist Feministin und Medienaktivistin und arbeitet im Freien Radio ORANGE 94.0 insbesondere im Bereich Medienkritik.

13:15 - 14:45 Seminarraum 7
Workshop Feminismus Basics

Warum brauchen wir Feminismus? Dieser Workshop ist für alle, die einen Einstieg in feministische Fragestellungen und Perspektiven suchen. Gemeinsam erarbeiten wir uns Basiskenntnisse in der Geschichte der Frauenbewegung, der geschlechtersensiblen Sprache und dem Thema Frauen* an der Uni. Es wird kein Vortrag, sondern interaktiv – mitmachen und Fragen stellen erwünscht!

Jaqueline Gam ist Feministin und Medienaktivistin und arbeitet im Freien Radio ORANGE 94.0 insbesondere im Bereich Medienkritik.

13:15 - 14:45 Hörsaal 1
Workshop Rassismus und Sexismus: keep  questioning. Privileges, taking spaces and white fragility. 

Beispiele und Narrative gegen Rassismus in Österreich aus der Sicht von BPOC Migranti_nnen. Diese hinterfragen Privilegien und denken über mögliche Allianzen nach. Wo gibt es Missverhältnisse? Wer definiert die Bündnisse und wie? Wie kann die Rolle der Allianz ausgehend von einer Praxis hinterfragt werden?

Marissa Lobo ist freischaffende Künstlerin und Kuratorin und interessiert sich für affektive Politiken und community work.
 

15:00 - 16:30 Seminarraum 7
Workshop Aktuelle Strategien, Narrative und Argumente von Abtreibungsgegner*innen“

Anfang 2019 wurde dem österreichischen Parlament eine Petition vorgelegt, in welcher reproduktive Selbstbestimmungsrechte von Frauen angegriffen werden. Die Petition mit dem Ziel "Abtreibung undenkbar zu machen", fordert unter anderem etwa eine verpflichtende Bedenkzeit vor dem Schwangerschaftsabbruch und anonyme Motivforschung zu Schwangerschaftsabbrüchen. Zu den UnterstützerInnen dieser Petition zählen der ehemalige niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll sowie FPÖ Verkehrsminister Norbert Hofer. Nun versuchen sie, ihre Forderungen durch institutionelle Einflussnahme durchzusetzen. Im Workshop sollen die derzeit wichtigsten Abtreibungsgegner*innen / „Lebensschutzbewegungen“ (Organisationen, Vereine etc. ...) vorgestellt, deren Strategien, Argumente und Narrative näher beleuchtet und abschließend über mögliche Gegenstrategien diskutiert werden.

Tara Pire hat an der Universität Wien Politikwissenschaft studiert und arbeitet momentan beim Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch.

 

15:00 - 16:30 Seminarraum 8
Buchvorstellung/Diskussion Politik der Differenzen: Ethnisierung, Rassismen und Antirassismus im weißen feministischen Aktivismus in Wien

Die Diskussion beschäftigt sich mit Praktiken und Debatten zu Migration und ethnisierten Differenzen, Rassismen und Antirassismus unter weißen feministischen Aktivistinnen in Wien. In einer Längsschnittbetrachtung von den 1980er bis zu den 2010er Jahren rekonstruieren wir, wie weiße feministische Aktivistinnen machtvolle ethnisierte Differenzen be- und verhandelten – im Sprechen aber auch im konkreten Tun. Nicht zuletzt geht es um die Frage, wie in diesen Praktiken nicht nur die ‚Andere‘, sondern immer auch ‚Eigenes‘ hergestellt wurde und wird. Eine Diskussion zwischen feministischer Forschung und Aktivismus.

Stefanie Mayer ist Politikwissenschaftlerin, lebt in Wien und lehrt an der FH Campus Wien. Forschungsschwerpunkte im Bereich der kritischen Forschung zu Rechtsextremismus/Rechtspopulismus, Rassismus und Antifeminismus aus Geschlechterperspektive und im Bereich feministischer Theorie und aktivistischer Praxis.

16:45 - 18:15 Seminarraum 7
Workshop Sexarbeit und Frauenhandel – Empowerment statt Stigma!

Dieser Workshop soll einen Raum für Interessierte bieten, sich mit dem Thema Sexarbeit und dem Thema des Frauenhandels auseinander zu setzen. Es geht um: Sensibilisierung für die Thema Frauenhandel und Sexarbeit; Rechtliche und soziale Situation von migrantischen Sexarbeiter*innen in Österreich; Rechtliche und soziale Situation von Betroffenen von Frauenhandel; Trend und Entwicklungen in Europa; Positionierung, Arbeit und Angebote von LEFÖ.

LEFÖ/TAMPEP – Beratungs-, und Unterstützungsarbeit für Migrantinnen in der Sexarbeit und aus der LEFÖ-Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandel

16:45 - 18:15 Seminarraum 8
Workshop Schlachtfeld Körper - zwischen Schönheitswahn und Body Positivity

Welche Schönheitsideale wurden im Laufe der Geschichte vermittelt und welchen Einfluss hat das auf das Frauenbild? Welchen Einfluss hat Social Media auf die Selbstwahrnehmung und den Selbstwert? Wir blicken hinter kulturelle stereotype Vor- und Darstellungen von Frauen*körpern und diskutieren darüber.

Bianca Burger, MA MA (Historikerin) und Mag.a Johanna Marquardt (Soziologin) sind seit 2016 als Sexualpädagoginnen im Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch tätig.Bianca Burger und Johanna Marquardt, Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch

18:30 - 20:00 Seminarraum 7
Workshop GIVING A FUCK! - feministische Positionen in der Pornografie

Porno ist nie nicht politisch. Unter diesem Motto steht der Vortrag der Mitgründerin und Kreativdirektorin des Porn Film Festivals Vienna. Sie stellt sich die Frage wie sich feministische Pornografie definieren kann und wie sich feministische Frauen*bilder in einem stark mainstream-orientierten und heteronormativen Genre durchsetzen können. Wie kann queer/feministischer Porno sein subversives und kreatives Potential ausschöpfen? Denn Pornografie kann sex-positiv, safe, lustvoll und vielfältig sein. Das wird anhand filmischer Beispiele praktisch vorgestellt. Im Anschluss an den Vortrag gibt es eine Diskussionsrunde.

Jasmin Hagendorfer ist Künstlerin, Gründerin und kreative Leiterin des Pron Film Festival Vienna.

18:30 - 20:00 Seminarraum 8
Workshop Feministischer Kampfsport - Selbstermächtigung und Körperaneignung. Potentiale und Schwierigkeiten des selbstorganisierten feministischen Kampfsports

Tagtäglich schreiben sich patriarchale Unterdrückungsstrukturen in den Körper ein. Es erscheint uns daher nicht nur wichtig, aktivistische und diskursive Gegenstrategien zu entwickeln, sondern sich auch in kollektiven Zusammenhängen Körper wieder anzueignen und zu empowern. Ein Versuch darin besteht seit den 1970ern in der Organisation feministischer Kampfsport- und Selbstverteidigungsgruppen. In diesem Workshop wollen wir von den Erfahrungen in einer selbstorganisierten FLINT Thaiboxgruppe berichten, Potential und Schwierigkeiten aufzeigen und mit euch gemeinsam darüber diskutieren.

Nora & Luise

20:15 - 21:45 Hörsaal 1
Podiumsdiskussion Feminismus und Sexarbeit

Sexarbeit ist bis heute stark stigmatisiert und in der Öffentlichkeit ein Tabu-Thema. Zwar ist in Österreich Sexarbeit zu weiten Teilen legalisiert, in anderen europäischen Ländern wird hingegen die “Freierbestrafung” Gesetz, oder Sexarbeit immer mehr kriminalisiert. In all den Fällen stehen den Sexarbeiterinnen* unzählige bürokratische, gesellschaftliche als auch rechtliche Hürden im Weg. Diese verschlechtern die ohnehin meist prekäre Situation von Sexarbeiterinnen weiter, statt diese zu unterstützen. All diese Fakten drängen Sexarbeiterinnen* an den Rand der Gesellschaft. Am Podium diskutieren Expertinnen* und Vertreterinnen* von Sexarbeit-NGOs darüber, wie feministische Arbeit dazu beitragen kann, dass Sexarbeit enttabuisiert wird, welche rechtlichen Modelle sinnvoll sind und welche Kämpfe Sexarbeiterinnen* in Österreich heute austragen müssen, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

  • Helga Amesberger (schreibt und forscht zu Sexarbeit in Österreich und Europa)
  • Renate Blum (LEFÖ Beratungs- und Gesundheitspräventationsarbeit für Migrantinnen in der Sexarbeit)
  • Christine Nagl (Projekt PIA, Beratungsstelle für aktive und ehemalige Sexarbeiterinnen, sowie sexworkerforum.at)
  • Moderation: Brigitte Theißl (an.schläge)

// SAMSTAG, 30.03.19

11:00 - 13:00 Seminarraum 6
Workshop Feministische Ökonomie - Oder: was arbeitete Schneewittchen eigentlich?

Mehr als zwei Drittel der unbezahlten Haus- und Betreuungsarbeit leisten Frauen. Der Wert dieser unbezahlten Arbeit entspricht ca. einem Drittel des Sozialprodukts westlicher Gesellschaften. Dennoch werden diese unbezahlten Beiträge von Frauen systematisch unterschätzt, bleiben unsichtbar und erfahren keine gesellschaftliche Wertschätzung. Und das obwohl jede Wirtschaft über kurz oder lang zum Stillstand kommen würde, wenn diese unbezahlten Arbeiten nicht mehr getan würden. In diesem Vortrag soll erarbeitet werden, warum und wie unbezahlte Arbeit sichtbar gemacht werden kann. Es soll analysiert werden, wie der traditionelle Arbeitsbegriff erweitert werden kann um eine angemessene Berücksichtigung der Vielfalt der unterschiedlicher Arbeits- und Beschäftigungsformen einschließlich ihrer geschlechtsspezifischen Organisation, Verteilung und Bewertung zu ermöglichen. Denn schließlich geht es um die Frage: Wie wollen wir leben?

Katharina Mader lehrt an der Wirtschaftsuniversität Wien Volkswirtschaft, Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie

13:15 - 14:45 Seminarraum 6
Workshop Lasst uns Utopien errichten!

In dem Workshop werden im ersten Teil gemeinsam Auszüge von Texten bekannter feministischer Science-Fiction & Utopie-Autorinnen gelesen. Im zweiten Teil wird in der Gruppe über die gelesenen Texte diskutiert und anschließend diskutiert, welche Bedeutung literarische Utopien für die Ziele einer aktuellen (queer)feministischen Bewegung haben – und wie unsere gemeinsame Utopie aussehen würde.

Magdalena Hangel ist Dissertantin an der Uni Wien. Sie forscht zu alternativen Gesellschaften in Science-Fiction und utopisch/dystopischer Literatur sowie sexualisierter Gewalt in literarischen Medien

13:15-14:45 Seminarraum 7
Workshop Feminismus und Klasse

Homestories: Comic über koreanische Diaspora in Wien

Vina Yun

15:00 - 16:30 Seminarraum 6
Workshop Hack the patriarchy - Technologie feministisch aneignen

Wie könnten feministische Technologien aussehen? Was würden wir uns von Technik wünschen und was muss sich ändern, damit sie in unseren Feminismus passt? In diesem Workshop wollen wir gemeinsam wild drauf los träumen. Dazu gibts noch ein paar Schauergeschichten von Tech-Fails aus feministischer Perspektive, aber auch ein paar schöne Geschichten von coolen Projekten und Technologien, die unser Heart (of Code) höher schlagen lassen.

Leli und Martha von <3 of code, dieses richtet sich an alle PyLadies, und RailsGirls, JavaLassies und 3D-Feen, Gamerinnen, Arduinas, NetzwerkNixen, LötGören, RaspberryRabaukinnen und alle anderen Frauensternchen mit Interesse an Bits, Bytes und Basteln. Sie ist ein Ort zum gemeinsamen Frickeln, kreativ werden und Abnerden - für mehr Vernetzung, mehr Gemeinschaft, und vor allem natürlich: mehr Hacken.

15:00 - 16:30 Seminarraum 7
Workshop Carrying her home in two carrier bags - weibliche* Wohnungslosigkeit sichtbar machen

Frauen* die ohne Wohnung auf der Straße stehen, fallen weniger auf als Männer*. Das ist eine der wenigen Erkenntnisse, die es zur Situation wohnungs- und obdachloser Frauen* gibt. Lange Zeit waren Frauen* für die Wiener Wohnungslosenhilfe (WWH) kein Thema, weibliche Wohnungslosigkeit wurde im deutschsprachigen Raum erst in den 1980er Jahren „entdeckt“.  Wir wollen an diesem Nachmittag über die spezifische Situation von Frauen* sprechen, deren Armutsrisiko generell ein höheres ist und die auf vielfältige andere Weisen geschlechtsspezifisch von Wohnungslosigkeit betroffen sind.

Astrid und Marlene

16:45 - 18:15 Seminarraum 6
Input und Workshop Kritische Jungs- und Männerarbeit

Wie kann kritische Männlichkeitsforschung in der Praxis von Workshops umgesetzt werden? Worum gehts da? Wieso ist das kritisch dabei so wichtig? Was für Möglichkeiten gibt es, um niedrigschwellig und intersektional mit Jungs & Männern zu Männlichkeitsbildern, institutionalisierten Privilegien, Kosten und zu Ungleichstellungen arbeiten? Und wie schaut es da mit pro-feministischer Verantwortung und Selbstreflexion aus? Input, Methoden, Austausch.

Rick Reuther ist Buben*arbeiter bei POIKA (Verein zur gendersensiblen Bubenarbeit in Unterricht und Erziehung) und arbeitet mit Burschen*gruppen.

16:45-18:15 Seminarraum 7
Workshop support your sisters not your cisters

Die Musikerin FaulenzA beschreibt aus ihren persönlichen Erfahrungen die Diskriminierung gegen trans*Frauen und gibt Anregungen für mehr Sensibilität und Support auch innerhalb feministischer Räume.

FaulenzA ist ist Musikerin, Trans*Aktivistin und Buchautorin

18:30 Hörsaal 1
Podiumsdiskussion Gewalt an Frauen*: Das Problem heißt Patriarchat

Das Jahr 2019 ist erst wenige Monate alt, schon gibt es zahlreiche Frauen*morde in Österreich. Während das Thema stark rassistisch aufgeladen diskutiert wird, ist der antifeministische Backlash überall bemerkbar. Patriarchale Strukturen, egal ob in der österreichischen Mehrheitsgesellschaft oder in migrantischen Communities, werden ausgeblendet. Gleichzeitig ist mit der FPÖ eine Partei in der Regierung, deren Funktionäre über Frauen*häuser sagen, sie würden “Familien zerstören”. Wir wollen über Gewalt an Frauen* diskutieren, über den medialen und gesellschaftlichen Diskurs und die Strukturen, die dahinter stehen.

  • Judith Götz (FIPU - Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit)
  • Maria Rösslhumer (Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser)
  • Nicole Schöndorfer (Journalistin und Feministin)
  • André Windhorst (Ehrlos statt wehrlos - Bündnis gegen Neuköllner Unzumutbarkeiten)
  • Moderation: Lena Jäger (Frauen*Volksbegehren)

AFTERPARTY @ DasBach 
Ab 21 Uhr, Bachgasse 21

  • DJane CounTessa - Musik ist die Sprache, die wir alle verstehen! (RNB/ HIP HOP/ MOOMBHATHON/ 90s)
  • #Mareia steht für knackige Beats, bouncigen Sound und Dirty Schnickschnack. Ihre Musik regt nicht nur zum Tanzen an, sondern entlockt sogar das ein oder andere Lächeln. Eines ist ganz klar: Mareia sorgt stets für musikalischen Nervenkitzel.
  • #Sonja Nara's well crafted sets invite the crowd to a musical journey accompanied by lashing beats, deep and rolling bass lines, hauntingly playful melodies and just the right amount of crazy. She is also part of the HamsterRad Collective with whom she organizes techno events in and around Vienna. She is definitely one of the top up and coming DJs in Vienna to keep an eye out for.

// Open for all genders! No Sexism, no Racism, no Homophobia - no Discussion! // Freier Eintritt! // Die Party wird von einem Awareness-Team begleitet. Es gibt außerdem auch einen FLINT*-Raum. //

// SONNTAG, 31.3.19
 

Ab 11:00
Kater-Katzen Brunch
@ Cafe-Bar Lazy Life (Burggasse 44).

Während dem Brunch:
Plaudern Get organized!
Take back the streets

12:30
Workshop “Das bisschen Aktivismus macht sich doch mit links?” self-care im feministischen Alltag
life’s a beach

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Alle Veranstaltungen finden im Tiefparterre (ebenerdig vom Haupteingang, links, wenn vom Ring kommend) im Hauptgebäude der Universität statt. Universitätsring 1, 1010 Wien.
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Der * steht für die verschiedenen Arten, wie eine Frau* Frau sein kann und für einen offeneren Zugang zu Geschlecht.
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Alle Veranstaltungen, die nicht extra gekennzeichnet sind, sind open for all genders
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Während des Kongress gibt es kaltes Buffett von Cafe-Bar Lazy Life
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Bei manchen Workshops ist die Teilnahme beschränkt. Also früh genug da sein, damit ihr fix dabei sein könnt!
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Der Kongress soll sowohl Studierenden als auch nicht-studierenden Personen die Vielfältigkeit von feministischen Inhalten, Perspektiven und Diskussionen näherbringen.

Mit feministischen Grüßen,
eure ÖH Uni Wien

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Bei Fragen oder Interesse, mitzumachen, meldet euch gerne unter femkongress@oeh.univie.ac.a