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ÖH Uni Wien: Bessere Betreuungsverhältnisse sind auch ohne Ausschlüssen möglich

Beschränkungen der Studienfächer

ÖH Uni Wien: Bessere Betreuungsverhältnisse sind auch ohne Ausschlüssen möglich

An Uni Wien außerdem Beschränkungen in Politikwissenschaften, Translationswissenschaften und Chemie wahrscheinlich

Wien (OTS) - Die ÖH Uni Wien kritisiert die heute im Ministerrat beschlossenen zusätzlichen Zugangsbeschränkungen für Universitäten. Neben den neuen Beschränkungen in Jus, Fremdsprachen und Erziehungswissenschaften ist es Universitäten nun möglich, individuell Aufnahmeverfahren für einzelne Studienrichtungen einzusetzen. “Die besseren Betreuungsverhältnisse zu preisen ist zynisch, wenn dies auf Kosten jener Studierenden passiert, die durch neue Beschränkungen vom Studium ausgeschlossen werden. Das ist für uns inakzeptabel”, sagt Lena Köhler (GRAS) von der ÖH Uni Wien.

“An der Uni Wien könnte es nun zusätzlich die Studienrichtungen Politikwissenschaften, Chemie und die Translationswissenschaften treffen. Chemie ist das beste Beispiel dafür, dass Zugangsbeschränkungen lediglich zu einer Verlagerung der Studierenden in andere Studienrichtungen führen”, führt Sandra Velebit (VSStÖ) vom Vorsitzteam aus. “Weil Medizin bereits derart streng beschränkt ist, studieren Viele ein Jahr lang Chemie, während sie sich auf eine neuerliche Medizin-Aufnahmeprüfung vorbereiten, da dies teilweise für ein Medizinstudium anrechenbar ist.”

Des Weiteren kritisiert die ÖH Uni Wien den klaren Fokus der Regierung auf die Verwertbarkeit der Studierenden am Arbeitsmarkt: “Ständig ist die Rede von schnellerem Studieren, für welches die Unis wiederum Bonusgelder bekommen sollen. Schnelleres Studieren bedeutet allerdings nicht besseres Studieren. Im Gegenteil: Es verursacht Leistungsdruck und verhindert nachhaltiges Lernen”, schließt Magdalena Taxenbacher (KSV-LiLi) vom Vorsitzteam.