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Call for papers

Call for papers

Liebe zukünftige Autor:innen, Illustrator:innen und Fotograf:innen,

Mit Juni steht die neueste Ausgabe der zeitgenossin an und wie immer freuen wir uns über eure zahlreichen Einsendungen!

Grundsätzlich habt ihr die Möglichkeit, Artikel für die beiden Rubriken Hochschule sowie Gesellschaft & Kultur zu schreiben. Zusätzlich gibt es in jeder Ausgabe auch einen eigenen Schwerpunkt - in dieser Ausgabe ist der Schwerpunkt „Medien & Wirklichkeit“. Es handelt sich dabei um die diesjährige FLINT-Ausgabe, d.h. alle Texte werden von FLINT-Personen verfasst.

Unter den Schlagwörtern „Medien & Wirklichkeit“ ist viel über fake news, Postfaktizität, Echoräume und alternative Wahrheit(en) diskutiert worden. Nachdem uns Covid-19 vereinzelt vor die Laptops zwingt, wollen wir diese Themen (wieder) aufgreifen. Dabei wollen wir nicht nur mit euch über die Gefahr falscher Behauptungen nachdenken, sondern vor allem wollen wir thematisieren, wie politische Realität(en) und die (Wahrnehmung der) soziale(n) Wirklichkeit durch Medien (mit)geformt werden. Wir wollen dabei einen breiten Medienbegriff beibehalten (dazu gehört also z.B. Film und Fernsehen, Streamingdienste, Online Games, (online) Zeitungen sowie Soziale Netzwerke/social media).

Eine Auseinandersetzung mit diesem Schwerpunkt könnte zum Beispiel folgende Themen, Aspekte und Fragen umfassen:

· Was sind historische und gegenwärtige Funktionen und Tendenzen der Kulturindustrie?

· Wie verändern sich politische und soziale Verantwortlichkeiten, Sichtbarkeiten und Aufmerksamkeiten?

· Welche Rolle hatten Medien historisch für politische Bewegungen? Welchen gegenwärtigen Status haben Medien in der Organisation - oder Subversion - von gesellschaftlicher Herrschaft? Wo liegen emanzipatorische Potentiale für kritische Gegenöffentlichkeiten?

· Welche Rolle spielen unterschiedliche Medien in autoritären Gesellschaften und rechtsextremen Bewegungen? Was sind dabei die Kontinuitäten und Brüche zu der kapitalistisch-demokratischen Alltäglichkeit?

· Inwiefern konstituieren Medien die bürgerliche Öffentlichkeit mit? Wie kann hinsichtlich sozialer Medien von ‚Öffentlichkeit‘ überhaupt sinnvoll gesprochen werden, wenn diese privatkapitalistisch organisiert werden?

· Inwiefern macht sich die Warenförmigkeit von Medien in der bürgerlichen Öffentlichkeit geltend? Welche Rolle spielen Medien für die (Re-)Produktion der Ideologie und Legitimation der herrschenden Verhältnisse? Inwiefern sind die hegemonialen Formen von Medialität selbst bereits Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse?

· ‚Bubbles‘, Filterblasen, alternate reality (games): Wie werden fake news und Verschwörungstheorien zu Realität (gemacht)?

· Bots, Trolle und Mobs: Wer oder was sind die (politischen) Akteure von online Medien und wie organisieren sie sich?

· Wie reproduzieren Medien Klassenverhältnisse und welcher (Klassen)Habitus wird von welchen Medien reproduziert? Wie werden dadurch soziale Ungleichheiten verfestigt oder aufgebrochen?

· Inwiefern trägt kulturindustrielle Ware zur Bildung kollektiver (nationaler, geschlechtlicher, religiöser, etc.) Identitäten bei?

· Welchen Einfluss haben Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime auf (globale) Machtverhältnisse und die Kultur- und Gesellschaftsvermittlung?

· Wie konstituieren unterschiedliche Medien auf unterschiedliche Weise Kunst und kann überhaupt an einem Begriff von Kunst, der über das Bestehende hinausweist, festgehalten werden?

Wir freuen uns aber auch über Artikel, die thematisch über die genannten Anregungen hinausgehen oder ganz außerhalb des Schwerpunkts liegen! Ihr könnt eure Artikel in allen verschiedenen Textformen (Essay, Reportage, Interview, Rezension, Gedicht, etc.) schreiben.

Bitte schickt eure Artikel-Konzepte (maximal 1.000 Zeichen mit Leerzeichen) in der Mail (nicht als Datei-Anhang!) oder Beispielbilder bis 25.4.2021 an zeitgenossin@oeh.univie.ac.at. Wenn möglich schickt uns auch ein paar Gedanken zu eurem Text bezüglich Textform, Länge (3.000 oder 7.000 Zeichen mit Leerzeichen möglich), Aufbau, eigene Perspektive, etc. Wir bitten darum, die Deadline zu berücksichtigen, später nachgereichte Abstracts werden nicht angenommen. Gedichte müssen beim Einsenden bereits fertig sein.

Alles Liebe,

eure Zeitgenossin-Redaktion