Sie sind hier

Repression im Zuge des Akademikerballes

Josef S. bleibt nach wie vor in Untersuchungshaft - und das obwohl der erste Prozesstag am 6. Juni objektiv die Verdachtslage entschärft hat: Bisher steht lediglich fest, dass er vermutlich einen Mistkübel der am Boden lag wieder aufgestellt hat. Vorgeworfen wird ihm aber alles was an diesem Abend passiert ist. 
Die ÖH Uni Wien stellt sich hinter Josef - bis zum nächsten Verhandlungstermin wird der antifaschistische Demonstrant 6 Monate im Gefängnis verbleiben!

Der Arbeitskreis Grundrechte beobachtet seit dem 24. Jänner das Verhalten der Justiz in diesem Fall und prangert Grundrechtsverletzungen an: Das Prinzip "Im Zweifel für den Angeklagten" sei außer Kraft gesetzt. Aufruf zur Unterzeichnung des Offenen Briefes an den Justizminister. AK Grundrechte auf Facebook

Die Solidaritätsgruppe 2401 kümmert sich neben Josef auch um die anderen Betroffenen, die mit Verfahren, Anzeigen und Haft konfrontiert sind. Aufruf zur Spende für die Betroffenen - Verfahren kosten viel Geld! Twitter: @soli2401

Dieser Kommentar im Standard beleuchtet die Hintergründe des Verfahrens gegen Josef. 

Maria Sterkl bloggte für den Standard live aus dem ersten Verhandlungstag - hier wird deutlich wie unhaltbar die Vorwürfe sind. Auch unter dem Twitter-Hashtag #freejosef finden sich Prozessbeobachtungen. 

Auch Amnesty International zeigt sich "sprachlos" angesichts dieses Prozesses. 

"Hier wird eine komplette Demonstration angeklagt", äußert sich Josefs Anwältin.

"Hier wurde vom Gericht die Argumentation des Staatsanwaltes übernommen, der bereits zu Beginn die Geschehnisse am 24. Jänner mit einem Bürgerkrieg verglich. Dieser Vergleich ist untragbar und spottet allen, die Krieg miterlebt
haben", zeigt sich Michael Genner, Obmann von Asyl in Not, in einerPresseaussendung empört.