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Aufmarsch der Neuen Rechten verhindern!

Unter dem Motto "Gegen den Großen Austausch" rufen die "Identitären" am 6. Juni erneut zu einer Demonstration gegen "Masseneinwanderung" und für die "Volksgemeinschaft" auf. Lange haben sich die "Identitären" in Österreich um einen liberalen und zurückhaltenden Anstrich bemüht - nun fallen Sie mit ihrer Kampagne ins offen Wahnhafte: Politiker_innen und Journalist_innen sollen in einer großen Verschwörung die Abschaffung der Österreicher und Österreicherinnen beschlossen haben und seit Jahrzehnten soll dieser Austausch im Geheimen geplant und umgesetzt worden sein. 
Nur ein Beispiel: Der Zuzug von Gastarbeiter_innen, die nach Österreich angeworben wurden, werden in ihrer Darstellungen unter Verdrehung aller Tatsachen zum geheimen Plan der vor den Augen der Öffentlichkeit verschleiert worden wäre. 
 
Minderheit - Bedrohungszenario - Gefährlichkeit
 
Die "Identitären" gehen also mit kurden Verschwörungstheorien und fremdenfeindlicher Hetze wieder auf die Straße. Ihre Rhetorik und ihr Gedankengut spiegelt nationalsozialistische Ideologie wieder, ihre Wahnvorstellung sind die der extremen Rechten. 
 
Als Studierendenvertretung, die sich klar gegen einen rassistischen Allgemeinzustand positioniert, ruft die ÖH Uni Wien alle Studierenden dazu auf, sich der rechtsextremen Hetze entgegenzustellen - im Alltag, an der Universität und auf Demonstrationen.
 
Der letzte Aufmarsch der Identitären liegt gerade einmal ein Jahr zurück - aufgearbeitet ist er aber noch lange nicht: Drohungen gegen Antifaschist_innen, ein völlig unangemessener und eskalativer Polizeieinsatz, der sich gezielt gegen die Sitzblockaden und Antifaschist_innen richtete, und im Anschluss daran keinerlei Konsequenzen wie etwa die längst geforderte Kennzeichnungspflicht für Polizist_innen zeigen klar, wie es um den antifaschistischen Grundkonsens  steht: Er ist schlicht inexistent. (Link: http://oeh.univie.ac.at/politik/standpunkte/rechtsextreme-identitaere-neue-rechte  ) 
 
Ein konsequenter Protest gegen rechtsextreme, rassistische und faschistische Bewegungen ist dringend notwendig! 
 
Die "Identitäre Bewegung" ist eine Gruppe von rechtsextremen Rassist*innen, die sich einen  "modernen" Anstrich geben. Sie distanzieren sich vordergründig von Rassismus und Antisemitismus - propagieren dies alles dennoch offen. Vor nicht allzulanger Zeit befanden sich etwa Mitglieder der "Identitären" in der Gefolgschaft des verurteilten Neonazis Gottfried  Küssel.