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14Mär

Gender Planning - der Beitrag der Raumplanung zur Chancengleichheit

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Raumplanung plant für alle Menschen, doch ist es im Alltag wirklich so einfach? Warum braucht es einen detaillierteren Blick auf verschiedene Lebenssituationen? Durch Gender Planning werden unterschiedliche Blickwinkel im Planungsprozess eingenommen um unterschiedlichen Anforderungen an den Raum und Interessen der Menschen zu beachten und einzubeziehen. Gender Planning ist zudem nach wie vor mit Vorurteilen behaftet, die es schwierig machen, im Planungsprozess über die Thematik nachzudenken.

Im Zuge der Individualisierung der Gesellschaft sind Alltagswelten und Beziehungszusammenhänge diverser, Erwerbsarbeit und Haus- bzw. Versorgungsarbeit nehmen im Alltag unterschiedliche Bedeutungen ein und daraus resultieren unterschiedliche Bedürfnisse und Raumansprüche. Obwohl es erfolgreiche Projektbeispiele gibt, ist Gender Planning noch nicht im Mainstream angekommen. Im Rahmen des Vortrags wird Basiswissen vermittelt, weshalb und auf welche Weise geschlechtsspezifische Raumnutzungen entstehen und welchen Beitrag die Raumplanung (Praxisbeispiele) leisten kann, Möglichkeitsräume für alle Geschlechter zu erweitern.

Wann: am 14. März um 19 Uhr
Wo: Hörsaal B, Hof 2, Uni-Campus (Altes AKH)
Mit: Petra Hirschler (TU Wien)

 

Über die Veranstaltungsreihe 

Die ÖH Uni Wien will mit ihrer Veranstaltungsreihe auf raumspezifische Prozesse aufmerksam machen und sie genauer untersuchen: Verdrängungsprozesse, Segregation, Gentrifizierung - wie erhebt wer Anspruch auf Stadtraum? Und warum? Expert_innen präsentieren ihre Forschungsergebnisse, themenspezifische Stadtrundgänge untermauern in einem zweiten Schritt die theoretischen Grundkenntnisse. Wir setzen uns damit auseinander, was Stadt ist, wie der Raum aufgebaut ist und wie er geplant wird.