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Skandalöse Untersagung antifaschistischer Kundgebung der Studierendenvertretung

Keine Burschenschafter an der Uni Wien

Deutschnationale Burschenschafter missbrauchen Versammlungsrecht für wöchentlichen Aufmarsch

Wien (OTS) - Um den Aufmarsch deutschnationaler Burschenschaften direkt am Haupteingang der Universität Wien nicht unkommentiert ablaufen zu lassen, meldete die Österreichische Hochschüler_innenschaft an der Universität Wien eine antifaschistische Kundgebung auf der Unirampe an. Diese wurde nun polizeilich untersagt. "Es kann nicht sein, dass wir als Vertretung aller Studierenden mit Untersagung und Verwaltungsstrafen bedroht werden, während deutschnatinoale Burschenschafter an der Uni aufmarschieren. Die Untersagung unserer Kundgebungen ist skandalös!", zeigt zich Karin Stanger (GRAS) vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien empört.

Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer ist ebenfalls Mitglied einer deutschnationalen Burschenschaft. "Hier zeigt sich klar, dass es sich dabei nicht um eine vermeintlich harmlose Randgruppe, sondern um das Bindeglied zwischen FPÖ und außerparlamentarisch organisiertem Rechtsextremismus handelt", so Alina Bachmayr-Heyda (VSSTÖ) vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien.

Trotz Verbot: Proteste angekündigt 
Das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien kündigt an, gegen die pauschale Untersagung juristisch vorzugehen. Außerdem sind auch weiterhin Proteste gegen den „Couleurbummel“ rechtsextremer Burschenschaften geplant. „Es ist uns ein großes Anliegen, Burschenschaften und ihrem völkischen Gedankengut, welches untrennbar mit Antisemitismus, Rassismus und Sexismus verbunden ist, auf allen Ebenen entgegen zu treten", erklärt Elisabeth Weissensteiner (KSV-Lili) von der ÖH Uni Wien und kündigt weitere Proteste an: "Eine Kundgebung kann man verbieten, Proteste nicht!“