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ÖH Uni Wien fordert als der FV Jus übergeordnete Vertretungsebene sofortigen Rücktritt

AG/ FV JUS

Menschenverachtende Hetze darf nicht als schlechter Humor abgetan werden

 
Der Falter veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe geheime Facebook und Whatsapp-Chatverläufe von AG-Funktionär_innen am Juridicum, die dort die momentane Fakultätsvertretung stellen. Die veröffentlichten Screenshots offenbaren Unterhaltungen, in denen die Opfer des Holocaust verhöhnt, Menschen mit Trisomie 21 verspottet und übelste sexistische Bemerkungen geteilt werden. "Das Verhalten der FV Jus ist in keinster Weise zu rechtfertigen. Die AG Jus versucht nun, das alles als 'schwarzen Humor' zu verharmlosen und weigert sich damit, die Verantwortung für diese Abscheulichkeiten zu übernehmen!", zeigt sich Karin Stanger (GRAS) vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien entsetzt. 
 
"Als Vertretung aller Studierenden an der Universität Wien, auch der Jus-Student_innen, fordern wir die Fakultätsvertretung am Juridicum auf, kompromisslos Konsequenzen zu ziehen: Alle involvierten Personen, die derzeit in der Aktionsgemeinschaft oder auf einer Vertretungsebene der ÖH aktiv sind, fordern wir zum sofortigen Rücktritt auf!", stellt Alina Bachmayr-Heyda (VSStÖ) klar. Die Faktultätsvertretung Jus muss umgehend für ihre Aussagen und Kommentare einstehen. 
 
Die AG - als Studienorganisation und Vorfeldorganisation der ÖVP - verachtet seit Jahren das allgemeinpolitische Mandat und das in diesem Rahmen von der ÖH Uni Wien augeübte Engagement gegen Diskriminierung. "Die heute bekanntgewordenen Chatverläufe zeigen nicht nur, dass diese Arbeit gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Ableismus wichtig und dringend notwendig ist. Sondern auch, wie es um das politische Selbstverständnis der Aktionsgemeinschaft bestellt ist", schließt Elisabeth Weissensteiner (KSV-Lili) fassungslos.