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Aufruf zum Widerstand gegen das "Europäische Forum Linz"

europäisches forum linz

Das rechtsextreme Vernetzungstreffen darf nicht in Räumlichkeiten des Landes Oberösterreich von Pühringer hofiert werden
 

Am 29. Oktober findet in den vom Land Oberösterreich durch Pühringer in seiner Funktion als Landeshauptmann an die Burschenschaft "Arminia Czernowitz zu Linz" vermieteten Redoutensälen das sogenannte "Europäische Forum Linz" statt. Damit wird Linz am kommenden Wochenende zum Treffpunkt von Rechtsextremen aus ganz Europa. "Dass der oberösterreichische Landshauptmann Josef Pühringer den Ausbau von rechtsextremen und neonazistischen Strukturen unterstützt, indem er völkisch-rassistischen sowie antisemitischen Ideologien eine Plattform bietet, ist ein Skandal!", zeigt sich Karin Stanger (GRAS) vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien empört.

"Dass beim 'Europäischen Forum Linz' mit Herbert Kickl auch die FPÖ vertreten ist, zeigt einmal mehr, wie weit der rechtsextreme Schulterschluss von einem parlamentarischen Arm bis hin zu Bereichen des offen ausgetragenen Neonazismus bereits fortgeschritten ist", führt Alina Bachmayr-Heyda (VSStÖ) vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien aus. Neben Kickl befinden sich unter den Redner_innen Personen wie Felix Menzel - Chefredakteur des rechtsextremen Jugendmagazins "Blaue Narzisse" - sowie Eva-Maria Barki, die ein enges Naheverhältnis zur rechtsextremen ungarischen Partei Jobbik unterhält. Außerdem der deutschnationale Burschenschafter Philipp Stein sowie die "eurasische" Netzwerkerin Nathalie Holzmüller. Unter den Ausstellern finden sich im rechten Milieu richtungsgebende Medienprojekte wie die FPÖ-nahe Plattform "unzensuriert.at", das neonazistische und der NPD nahestehende Magazin "Umwelt und aktiv" oder auch das verschwörungstheoretische Magazin "Compact" von Jürgen Elsässer und sein österreichisches Pendant "Info-direkt".

"Auch die rechtsextreme 'Identitäre Bewegung', die im vergangenen Semester einen Theaterabend der ÖH Uni Wien überfallen und dabei Menschen verletzt und mit Kunstblut überschüttet hat, nimmt an diesem rechtsextremen Vernetzungsevent teil. Wir rufen zum Widerstand gegen das 'Europäische Forum Linz' auf", so Elisabeth Weissensteiner (KSV-Lili) von der ÖH Uni Wien.

Am Samstag wird es in Linz eine Demonstration gegen das "Europäische Forum Linz" sowie die damit weiter fortschreitende Normalisierung rechtsextremer Ideologien in der österreichischen Gesellschaft geben. Als ÖH Uni Wien rufen wir dazu auf, vom Recht zu demonstrieren Gebrauch zu machen!

Der Treffpunkt am Samstag (29.10.) ist um 14 Uhr der Hauptbahnhof in Linz. 
Informationen über den Ablauf der angemeldeten Demo des Bündnisses Linz gegen Rechts und zur Anreise finden sich unter: 
http://noeflinz.noblogs.org und http://linz-gegen-rechts.at